DGHM
STARKE FORSCHUNG UND LEHRE –
IN DER HYGIENE UND MIKROBIOLOGIE

Geschichte der DGHM

  

Die DGHM wurde am 01. Juni 1906 als „Freie Vereinigung für Mikrobiologie“ gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten die damals führenden Gelehrten des Fachs,wie u.a. Flügge, Ehrlich, Gaffky und Wassermann. Als Mitbegründer wird auch Robert Koch genannt, der sich allerdings zum Zeitpunkt der Gründung in Afrika aufhielt.

Auf dem Kongreß in Würzburg 1922 wurde die Gesellschaft in „Deutsche Vereinigung für Mikrobiologie“ umbenannt, um dann im Jahr 1949 beim Kongreß in Frankfurt ihren noch heute gültigen Namen als „Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie“ zu erhalten.

Um den sich rasch entwickelnden und nach mehr Eigenständigkeit verlangenden naturwissenschaftlichen Fachrichtungen gerecht zu werden, wurde 1977 eine Satzungsänderung beschlossen, durch die die vier Sektionen: Naturwissenschafliche Mikrobiologie, Medizinische Mikrobiologie, Hygiene und Virologie mit eigenen Vorständen gebildet wurden. Da jedoch das angestrebte Ziel einer gemeinsamen wissenschaftlichen Arbeit im Laufe der Zeit durch partikularistische Eigeninteressen der Sektionen überlagert zu werden drohte, beschloß die Mitgliederversammlung der DGHM 1991 in Münster im Rahmen einer erneuten Satzungsänderung die Aufhebung dieser Sektionen. Gleichzeitig wurde der Vorstand auf fünf Mitglieder verkleinert, die Amtszeit des Präsidenten auf ein Jahr verkürzt und für die Kongresse und Mitgliederversammlungen der Jahresrhythmus eingeführt. Wissenschaftliche Schwerpunke wurden durch die Bildung von Fachgruppen geschaffen, deren Konstituierung auf Anregung der Mitglieder erfolgt. Zur Zeit bestehen fünf Fachgruppen (FG s.o.). Jede Fachgruppe wird durch einen Vorstand (Vorsitzender, Stellvertretender Vorsitzender, Schriftführer) geleitet. Aufgabe der Fachgruppen ist es, die Mitglieder der DGHM, die sich speziell mit der Thematik der FG beschäftigen zusammenzufassen und dieser Thematik durch Fachgruppentagungen, Symposien auch über den nationalen Bereich hinaus und zusammen mit weiteren interessierten Gesellschaften (VAAM) den aktuellen wissenschaftlichen Hintergrund zu geben. Jedes Mitglied der DGHM hat die Möglichkeit, in max. drei der FG aktiv mitzuarbeiten.

Auf der Mitgliederversammlung im Jahr 2002 wurde die Einführung von Ständigen Arbeitsgemeinschaften beschlossen. Ständige Arbeitsgemeinschaften können vom Vorstand für die Wahrnehmung spezieller Aufgaben gebildet und wieder aufgelöst werden. Ihre Mitglieder werden entweder direkt oder auf Vorschlag der Ständigen Arbeitsgemeinschaft vom Vorstand bestimmt. Zur Zeit gibt es vier Ständige Arbeitsgemeinschaften: „Diagnostische Verfahren in der Mikrobiologie“, „Krankenhaushygiene“, „Klinische Mikrobiologie / Infektiologie“, „Referenzzentren und Konsiliarlaboratorien“.

Die Arbeit der Fachgruppen und Ständigen Arbeitsgemeinschaften wird durch die DGHM finanziell unterstützt. Mit ihren mehr als 1.900 Mitgliedern präsentiert sich die DGHM somit heute als eine aktive dynamische Gesellschaft, die ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte insbesondere auf den Gebieten der medizinischen und naturwissenschaftlichen Mikrobiologie, der Infektiologie sowie der Krankenhaushygiene und Umwelthygiene/Umwelttoxikologie sieht.

Durch ihre Mitgliedschaft in der International Union of Microbiological Societies (IUMS) und der Federation of European Microbiological Societies (FEMS) hält sie zudem mit den verschiedensten internationalen Fachgesellschaften engen Kontakt und nimmt zudem auch im Rahmen ihrer Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) Einfluß auf nationale Belange in der Medizin, indem sie zu allen wesentlichen Aspekten von der Novellierung der Ausbildungsordnung für Mediziner bis zur Einschränkung der wissenschaftlichen Arbeit durch gesetzliche Maßnahmen (u.a. Tierschutzgesetz, Gentechnikgesetz, Infektionsschutzgesetz) aus ihrer fachspezifischen Perspektive Stellung bezieht.