DGHM
HYGIENE UND MIKROBIOLOGIE: GEMEINSAM STARK
in FORSCHUNG, DIAGNOSTIK UND LEHRE

Paper of the Month

Delineating Mycobacterium abscessus population structure and transmission employing high-resolution core genome multilocus sequence typing

Margo Diricks, Matthias Merker, Nils Wetzstein, Thomas A Kohl, Stefan Niemann, Florian Maurer

Erstautorin: Margo Diricks

Nature Communications. 2022 Aug 23;13(1):4936. doi: 10.1038/s41467-022-32122-5

Link zum vollständigen Artikel: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35999208/

Weitere Infos: Paper of the Month

Stellungnahme der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) zu Anforderungen des § 28b des Gesetzes zur Stärkung des Schutzes der Bevölkerung und insbesondere vulnerabler Personengruppen vor COVID-19

Nach der Neufassung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) im September 2022 ist im § 28 für alle Beschäftigten in Krankenhäusern, Rehabilitations-, Pflege- und ähnlichen Einrichtungen das Tragen einer FFP2-Maske und eine dreimal wöchentliche Testpflicht vorgeschrieben.

In der vorliegenden Stellungnahme weist die KRINKO daraufhin, dass keine ausreichende Evidenz vorhanden ist, dass das dauerhafte Tragen einer FFP2-Maske den Schutz der Patienten und Beschäftigten verbessert.  Da das Tragen von FFP2-Masken eine hohe Belastung sein kann, insbesondere für körperlich arbeitende Beschäftigte, schlägt die KRINKO alternativ das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutz vor. Auch die dreimal wöchentliche Testung wird kritisiert, Testangebote sollten niedrigschwellig vorhanden sein, aber auch für die Notwendigkeit einer dreimal wöchentlichen Testung läge keine Evidenz vor.

Vollständige Stellungnahme der KRINKO zu Anforderungen des § 28b des Gesetzes zur Stärkung des Schutzes der Bevölkerung und insbesondere vilnerabler Personengruppen vor COVID-19

Stellungnahme_KRINKO

HERZLICH WILLKOMMEN

  

Die Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) e. V. hat die Förderung des wissenschaftlichen Austausches auf den verschiedenen Teilgebieten der Medizinischen und Molekularen Mikrobiologie, Infektionsimmunologie sowie der Hygiene und des allgemeinen Gesundheitswesens als erklärtes Ziel.

Die jährliche Jahrestagung ist als deutschlandweit größte Fachkonferenz in diesem Bereich etabliert und bietet renommierten nationalen und internationalen Experten die Möglichkeit, ihre neuesten Forschungsergebnisse vorzustellen.

Mit mehr als 1.900 Mitgliedern bringt die DGHM, die in der Medizinischen und Molekularen Mikrobiologie und der Patienten-bezogenen Hygiene tätigen Wissenschaftler*innen aus dem In- und Ausland zusammen und fördert Forschung und Lehre auf diesen Gebieten.

In jedem Jahr werden hervorragende Wissenschaftler*innen mit den renommierten DGHM-Preisen ausgezeichnet. Der DGHM-Hauptpreis wird an aktive Wissenschaftler*innen mit hervorragender Forschungstätigkeit verliehen, die Förderpreise an jüngere Wissenschaftler*innen für innovative Forschungsansätze, die beiden von bioMérieux und BD gesponserten Forschungs- bzw. Diagnostikpreise  für innovativen Anwendungsbezug und die Promotionspreise für  hervorragende Dissertationen. Jeden Monat werden herausragende Publikationen von DGHM-Mitglieder mit dem Paper of the Month gewürdigt.

Neben den Ständigen Arbeitsgemeinschaften:

Diagnostische Verfahren in der Mikrobiologie,
Allgemeine und Krankenhaushygiene,
Klinische Mikrobiologie / Infektiologie,
Referenzzentren und Konsiliarlaboratorien,
Mikobiologisch Infektiologische Qualitätsstandards und
Richt- und Warnwerte in Lebensmitteln

wird auch die Arbeit wissenschaftlicher Fachgruppen durch die DGHM finanziell unterstützt:

Diagnostische und klinische Mikrobiologie (DKM), Forum Diagnostic and Infection Stewardship
Infektionsimmunologie (II),
Infektionsprävention und Antibiotikaresistenz in der Krankenhaushygiene(PR),
Mikrobielle Systematik, Populationsgenetik und Infektionsepidemiologie (MS),
Gastrointestinale Infektionen (GI),
Mikrobiota, Probiota und Wirt
(PW) und
Zoonosen (ZO)

gemeinsame Fachgruppen mit der VAAM:
Lebensmittelmikrobiologie und –hygiene
Mikrobielle Pathogenität
Bakterielle Viren und Phagen.

Naturwissenschaftler*innen aus dem Bereich Biowissenschaften mit abgeschlossenem Hochschulstudium haben die Möglichkeit, das Zertifikat Fach-Naturwissenschaftler(in) für Medizinische Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie (“Medizinischer Fachmikrobiologe (w/m/d)”) zu erwerben.

Die Junge DGHM kümmert sich insbesondere um die Belange jüngerer DGHM-Mitglieder. Diese sind thematisch nicht begrenzt und es steht jedem offen sich aktiv zu beteiligen.

Aktuell gibt es Arbeitsgruppen zu den Themen:
AG Klinische Mikrobiologie (Facharztausbildung, Lehre, Diagnostik),
AG Vernetzung
(Social Media, Newsletter, Kommunikation, Internetseite) und
AG Bioinformatik (Bioinformatikforum)
AG Fachmikrobiologie

Mit internationalen Fachgesellschaften wie der International Union of Microbiological Societies (IUMS) und der Federation of European Microbiological Societies (FEMS) hält die DGHM engen Kontakt und nimmt in der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) Einfluss auf nationale Belange in der Medizin aus ihrer fachspezifischen Perspektive.

Die DGHM nimmt dadurch Stellung z.B. bei der Novellierung der Ausbildungsordnung für Mediziner sowie bei der Einschränkung von wissenschaftlicher Arbeit durch Gesetzesänderungen, wie z. B. dem Tierschutzgesetz, Gentechnikgesetz und Infektionsschutzgesetz.

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